Rheine
Fahndung der Polizei läuft auf Hochtouren
26.06.2017

Geldautomat-Sprengung: Ein Täter womöglich schwer verletzt

[Aktualisiert um 15.28 Uhr] Nach der Sprengung des Geldautomaten in der Poststraße sind die Täter noch immer auf der Flucht. Einer der Bankräuber hat sich nach Polizeiangaben bei der Tat schwer verletzt und großflächige Brandverletzungen davongetragen. Der Filialbetrieb läuft bereits wieder.

Nach der Geldautomaten-Sprengung in der Sparda-Bank an der Poststraße ist der Selbstbedienungsbereich weiterhin gesperrt. Das Gebäude habe durch die Sprengung „erheblichen Schaden" erlitten, sagte eine Bankensprecherin. Wie hoch der Schaden sei, lasse sich allerdings noch nicht beziffern. Der Filialbetrieb geht derweil weiter. Allerdings ist die Filiale aktuell nur über den Hintereingang zu erreichen.

Die Täter sind derweil noch immer auf der Flucht. Die Polizei hat nach eigenen Angaben umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach der vierköpfigen Gruppe eingeleitet.  Nach bisherigen Erkenntnissen hat sich einer der Täter bei der Sprengung schwer verletzt. Er dürfte sich im Kopf- und Oberkörperbereich großflächige Brandverletzungen zugezogen haben. Ein weiterer Täter ist möglicherweise leicht verletzt worden. Woher die Polizei diese Informationen hat, wollte ein Polizeisprecher auf Anfrage aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Die Ermittlungen in den umliegenden Kliniken und Krankenhäusern hätten bisher zu keinen Ergebnissen geführt.

Der Bereich, in dem die Geldautomaten der Sparda-Bank stehen, ist weiterhin nicht nutzbar. Für Bargeldabhebungen könnten Kunden die Automaten der Targobank, der Deutschen Bank, der Sparkasse und der Volksbank nutzen, solange der Selbstbedienungs-Bereich gesperrt ist. „Anfallende Fremdgebühren werden von uns erstattet", heißt es von der Sparda-Bank Münster.

Das Kreditinstitut plane weitere Sicherheitsvorkehrungen, um die Sprengung von Geldautomaten zu verhindern. Welches das genau sind, wolle man aber nicht sagen – aus Sicherheitsgründen.

Die Ermittler fragen: Wo ist nach Freitag, 23. Juni, 4 Uhr, ein Mann mit größeren Brandverletzungen aufgefallen oder in einer Arztpraxis behandelt worden? Wer hat in dem Zeitraum zwischen Donnerstagabend, 22. Juni, 18.30 Uhr, und Freitagmorgen, 4 Uhr, auf dem Gelände des Opelhändlers an der Röntgenstraße verdächtige Beobachtungen gemacht.

Das bei der Tat verwendete Autokennzeichen ST-GS 7001 ist dort zur fraglichen Zeit von einem Ausstellungsfahrzeug abgeschraubt und gestohlen worden.

Hinweise an die Polizei Rheine, Telefon 05971/938-4215.

Artikel bewerten

5.0
5,0 (4 Stimmen)

Mehr zu dem Thema

Kommentare (0)

Für bereits registrierte User:
Noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich hier, um eines unserer digitalen Abonnements zu buchen.